Biberach stellt Weichen für die Zukunft der Nahwärme

Die Stadt Biberach will ihre Nahwärmeversorgung neu aufstellen und dafür einen strategischen Partner suchen. Ziel ist die Gründung einer mehrheitlich kommunalen Wärmegesellschaft, die künftig Planung, Bau, Betrieb und Vertrieb des Netzes übernimmt.


Hintergrund ist eine Masterplanung, die den möglichen Ausbau des Nahwärmenetzes untersucht hat. Ein vollständiger Ausbau könnte Investitionen von rund 104 Millionen Euro erfordern. Die Wirtschaftlichkeit hängt stark von der Anschlussquote und der künftigen Förderung ab.

Derzeit werden Wärmenetze mit bis zu 40 Prozent gefördert. Auch die geplanten
Wärmequellen – insbesondere Tiefengeothermie und Flusswasserwärme – müssen noch genauer untersucht werden.


Vorrang hat die Sicherung des bestehenden Wärmenetzes. Eine neue 1,8-Megawatt-Heizzentrale im Sennhof soll zusätzliche Kapazitäten schaffen. Zudem soll der Pelletkessel des Wieland-Gymnasiums ins Netz eingebunden werden. Auf die geplante Mitverlegung einer Nahwärmeleitung bei der Umgestaltung der Riedlinger Straße wird verzichtet. Die Masterplanung sieht dort keine ausreichende Wirtschaftlichkeit. Eine alternative Trasse für Biberach-West soll später geprüft werden.


Eine Grundsatzentscheidung über den vollständigen Netzausbau soll erst fallen, wenn Betreiberstruktur, Wärmequellen und Wirtschaftlichkeit belastbarer geklärt sind. Das wichtigste Ziel für uns Freie Wähler ist eine sichere, bezahlbare und möglichst regenerative Wärmeversorgung.

Freie Wähler Biberach 2024


✉ grbc@kimmich-bc.de