Autor: Thomas Kimmich

  • Biberach stellt Weichen für die Zukunft der Nahwärme

    Die Stadt Biberach will ihre Nahwärmeversorgung neu aufstellen und dafür einen strategischen Partner suchen. Ziel ist die Gründung einer mehrheitlich kommunalen Wärmegesellschaft, die künftig Planung, Bau, Betrieb und Vertrieb des Netzes übernimmt.


    Hintergrund ist eine Masterplanung, die den möglichen Ausbau des Nahwärmenetzes untersucht hat. Ein vollständiger Ausbau könnte Investitionen von rund 104 Millionen Euro erfordern. Die Wirtschaftlichkeit hängt stark von der Anschlussquote und der künftigen Förderung ab.

    Derzeit werden Wärmenetze mit bis zu 40 Prozent gefördert. Auch die geplanten
    Wärmequellen – insbesondere Tiefengeothermie und Flusswasserwärme – müssen noch genauer untersucht werden.


    Vorrang hat die Sicherung des bestehenden Wärmenetzes. Eine neue 1,8-Megawatt-Heizzentrale im Sennhof soll zusätzliche Kapazitäten schaffen. Zudem soll der Pelletkessel des Wieland-Gymnasiums ins Netz eingebunden werden. Auf die geplante Mitverlegung einer Nahwärmeleitung bei der Umgestaltung der Riedlinger Straße wird verzichtet. Die Masterplanung sieht dort keine ausreichende Wirtschaftlichkeit. Eine alternative Trasse für Biberach-West soll später geprüft werden.


    Eine Grundsatzentscheidung über den vollständigen Netzausbau soll erst fallen, wenn Betreiberstruktur, Wärmequellen und Wirtschaftlichkeit belastbarer geklärt sind. Das wichtigste Ziel für uns Freie Wähler ist eine sichere, bezahlbare und möglichst regenerative Wärmeversorgung.

    Freie Wähler Biberach 2024


    ✉ grbc@kimmich-bc.de

  • Bäume in der Stadt: Zwischen Klimaschutz und Sicherheit

    Bäume und innerörtliche Waldflächen sind für das Stadtklima von großer Bedeutung. Mit Blick auf häufiger werdende Hitzeperioden gewinnen große, gewachsene Baumbestände weiter an Bedeutung. Gleichzeitig müssen an steilen Hängen die Verkehrssicherheit und die Stabilität des Bodens gewährleistet werden. In Biberach stehen mehrere, waldartige Bestände unter Druck.


    Krankheiten, Überalterung und Klimaveränderungen setzen ihnen zu. Besonders betroffen ist der Bereich an der Memminger Straße nahe dem evangelischen Friedhof, wo es bereits zu Totholzbrüchen mit Sachschaden kam. Bei einem Waldumbau, den die Verwaltung durchführen möchte, sollen geschwächte und abgängige Bäume entnommen und neue Baumarten gepflanzt werden. Langfristig soll ein widerstandsfähiger Mischbestand entstehen.

    Die Arbeiten an der Memminger Straße sind für Ende 2026 vorgesehen. Im Bauausschuss wird diese Vorgehensweise nicht uneingeschränkt geteilt. Dort wird eine andere Variante bevorzugt: Der Bestand soll möglichst erhalten bleiben und nur mit maßvollen, gezielten Eingriffen gepflegt werden. Damit soll auch das wichtige Stadtgrün als Klimafaktor möglichst umfassend erhalten bleiben.

    Die Diskussion zeigt den Zielkonflikt: Klimaanpassung, ökologische Qualität,
    Hangsicherung und Verkehrssicherheit müssen gegeneinander abgewogen werden. Für uns Freie Wähler ist klar, Bäume werden gerade in Zeiten zunehmender Hitze für die Lebensqualität in der Stadt immer wichtiger.

    Freie Wähler Biberach 2024


    ✉ grbc@kimmich-bc.de