Bericht aus der BiKo – KW 35/2026
Bäume und innerörtliche Waldflächen sind für das Stadtklima von großer Bedeutung. Mit Blick auf häufiger werdende Hitzeperioden gewinnen große, gewachsene Baumbestände weiter an Bedeutung. Gleichzeitig müssen an steilen Hängen die Verkehrssicherheit und die Stabilität des Bodens gewährleistet werden. In Biberach stehen mehrere, waldartige Bestände unter Druck.
Krankheiten, Überalterung und Klimaveränderungen setzen ihnen zu. Besonders betroffen ist der Bereich an der Memminger Straße nahe dem evangelischen Friedhof, wo es bereits zu Totholzbrüchen mit Sachschaden kam. Bei einem Waldumbau, den die Verwaltung durchführen möchte, sollen geschwächte und abgängige Bäume entnommen und neue Baumarten gepflanzt werden. Langfristig soll ein widerstandsfähiger Mischbestand entstehen.
Die Arbeiten an der Memminger Straße sind für Ende 2026 vorgesehen. Im Bauausschuss wird diese Vorgehensweise nicht uneingeschränkt geteilt. Dort wird eine andere Variante bevorzugt: Der Bestand soll möglichst erhalten bleiben und nur mit maßvollen, gezielten Eingriffen gepflegt werden. Damit soll auch das wichtige Stadtgrün als Klimafaktor möglichst umfassend erhalten bleiben.
Die Diskussion zeigt den Zielkonflikt: Klimaanpassung, ökologische Qualität,
Hangsicherung und Verkehrssicherheit müssen gegeneinander abgewogen werden. Für uns Freie Wähler ist klar, Bäume werden gerade in Zeiten zunehmender Hitze für die Lebensqualität in der Stadt immer wichtiger.

Kontakt:
Thomas Kimmich
Gemeinderat
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