Kategorie: Gemeinderat

Berichte und Informationen aus dem Gemeinderat Biberach.

  • Tag des offenen Denkmals: Wie immer ein Erlebnis

    Am 13. September – zum Ausklang der Sommerferien – fand wieder deutschlandweit der Tag des offenen Denkmals statt.

    Seit vielen Jahren macht Biberach hierbei mit und zeigt seine Schätze und historischen Besonderheiten einem breiten Publikum. Erfreulicherweise wird dieses Angebot sehr gut von der Bürgerschaft angenommen: den ganzen Tag sieht man viele Menschen von Station zu Station gehen und manches Denkmal wird dabei fast überrannt, so groß ist das Interesse.

    Auch dieses Jahr gab es wieder viele interessante Angebote und es wird den wenigsten Besuchern gelungen sein, alles anzuschauen. Auf besonderes Interesse stießen natürlich die Führungen zur Baustelle Ulmer Tor, da diese über die Jahrhunderte viel Biberacher Stadtgeschichte zu erzählen hat. Aber auch die Kirchwege zur Magdalenen Kirche, das Familienzentrum in der Schulstraße, der Ochsenhauser Hof , das Hugo-Häring-Haus und die Rathäuser boten vielfältige Einblicke in die Historie.

    Schön war, dass es auch in Mettenberg und Stafflangen mit dem Trafoturm, der Kapelle in Eichen und der Mösmühle tolle Denkmäler zu bestaunen gab, was auch viele Menschen getan haben. Wir Freien Wähler sind froh, dass Biberach und seine Eingemeindungen den Menschen die Chance geben einmal im Jahr ganz unkompliziert Denkmäler, die man sonst nicht einfach so besuchen kann, anzuschauen und viel Neues zu erfahren.

    Wir danken allen Ehrenamtlichen, die diesen Tag ermöglichen, sehr herzlich!

    Flavia Gutermann


    ✉ flavia.gutermann-bc.de

  • Hitzesommer 2026 in Biberach

    Der Sommer 2026 hat auch in Biberach gezeigt, dass Hitze längst nicht mehr nur ein kurzfristiges Sommervergnügen ist, sondern zunehmend zu einer Frage von Gesundheit, Wasserversorgung, Landwirtschaft und Stadtplanung wird. Auf diese Aufgabe wird sich Biberach und die Teilorte in Zukunft noch stärker einstellen müssen.

    Um kurzfristig auf eine Hitzewelle reagieren zu können, empfiehlt sich, einen kommunalen Hitzeaktionsplan zu erstellen, der klare Warnstufen angibt und welche Maßnahmen zu treffen sind. Dies wären zum Beispiel das Zugängig machen von klimatisierten Räumen, zusätzliche Trinkwasserbrunnen und kostenlose Trinkmöglichkeiten anzubieten, aber auch Pflegeheime und Kitas mit verbindlichen Hitzeplänen auszustatten. Eine schnelle Beschattung von großen Plätzen mittels Sonnensegel oder großen Sonnenschirmen wäre eine temporär umsetzbare Lösung.

    Mittelfristig muss überlegt werden, wie die Innenstatt weiter begrünt werden kann und das Wasser ins Erdreich gelangt, um nicht über die Kanalisation verloren zu gehen. So könnte man beispielsweise Plätze auch mit versickerungsfähigem Pflaster belegen, sowie am Marktplatz die Ränder des Stadtbachs teilweise entsiegeln und bepflanzen. Schmale Pflanzkübel mit Rankhilfen für Kletterpflanzen könnten Ersatz bilden, falls eine Fassadenbegrünung nicht möglich wäre.

    Für uns Freie Wähler ist vor allem wichtig, dass uns in Biberach die Klimaanpassung nicht nur kurzfristig, sondern auch auf lange Sicht gelingt.

    Freie Wähler Biberach 2024


    ✉ claudia_reisch@web.de

  • Sommer in Biberach – Kultur und Spaß für Groß und Klein

    Im Sommer verwandelte sich die Biberacher Altstadt mit ihrem mediterranen Flair in eine lebendige Open-Air-Bühne. Bei der Veranstaltungsreihe „Sommersound“ traten samstags vormittags auf dem Kesselplatz und im Schadenhof jeweils zwei Künstler oder Gruppen auf. Auch die Sommerlounge mit ihren bunten Holz-Liegestühlen und blau-gelben Sonnenschirmen lud zum Verweilen und Genießen ein.

    Ein besonderer Höhepunkt waren die traditionellen Biberacher Rondell Konzerte. Jeden Sonntagabend in den Sommerferien wurde das Stadtgartenrondell unter dem Weißen Turm bei freiem Eintritt zum Konzertsaal unter freiem Himmel. Der abwechslungsreiche Mix verschiedener Musikrichtungen wurde wie jedes Jahr vom Verein „Biberacher Musiknacht e.V.“ organisiert.

    Auch die jüngsten Biberacher kamen auf ihre Kosten: Im Kinderrondell sorgten sonntagnachmittags Theater, Clowns und Zauberer für Unterhaltung. Die Angebote wurden von Jugend Aktiv e.V. gestaltet. Während der gesamten Sommerferien boten zudem das Hölzle, das Paradiesle und die Gigelräuber abwechslungsreiche Ferienprogramme.

    Für gemeinsame Familienzeit gab es ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten: Die Biberacher Spielplätze, das Freibad an heißen Sommertagen und Radtouren rund um die Stadt boten Abwechslung und Erholung.

    Wir Freie Wähler hoffen, dass viele BiberacherInnen die vielfältigen Angebote nutzen konnten und einen schönen, erholsamen Sommer verbracht haben.

    Freie Wähler Biberach 2024


    ✉ claudia_reisch@web.de

  • Biberach stellt Weichen für die Zukunft der Nahwärme

    Die Stadt Biberach will ihre Nahwärmeversorgung neu aufstellen und dafür einen strategischen Partner suchen. Ziel ist die Gründung einer mehrheitlich kommunalen Wärmegesellschaft, die künftig Planung, Bau, Betrieb und Vertrieb des Netzes übernimmt.


    Hintergrund ist eine Masterplanung, die den möglichen Ausbau des Nahwärmenetzes untersucht hat. Ein vollständiger Ausbau könnte Investitionen von rund 104 Millionen Euro erfordern. Die Wirtschaftlichkeit hängt stark von der Anschlussquote und der künftigen Förderung ab.

    Derzeit werden Wärmenetze mit bis zu 40 Prozent gefördert. Auch die geplanten
    Wärmequellen – insbesondere Tiefengeothermie und Flusswasserwärme – müssen noch genauer untersucht werden.


    Vorrang hat die Sicherung des bestehenden Wärmenetzes. Eine neue 1,8-Megawatt-Heizzentrale im Sennhof soll zusätzliche Kapazitäten schaffen. Zudem soll der Pelletkessel des Wieland-Gymnasiums ins Netz eingebunden werden. Auf die geplante Mitverlegung einer Nahwärmeleitung bei der Umgestaltung der Riedlinger Straße wird verzichtet. Die Masterplanung sieht dort keine ausreichende Wirtschaftlichkeit. Eine alternative Trasse für Biberach-West soll später geprüft werden.


    Eine Grundsatzentscheidung über den vollständigen Netzausbau soll erst fallen, wenn Betreiberstruktur, Wärmequellen und Wirtschaftlichkeit belastbarer geklärt sind. Das wichtigste Ziel für uns Freie Wähler ist eine sichere, bezahlbare und möglichst regenerative Wärmeversorgung.

    Freie Wähler Biberach 2024


    ✉ grbc@kimmich-bc.de

  • Bäume in der Stadt: Zwischen Klimaschutz und Sicherheit

    Bäume und innerörtliche Waldflächen sind für das Stadtklima von großer Bedeutung. Mit Blick auf häufiger werdende Hitzeperioden gewinnen große, gewachsene Baumbestände weiter an Bedeutung. Gleichzeitig müssen an steilen Hängen die Verkehrssicherheit und die Stabilität des Bodens gewährleistet werden. In Biberach stehen mehrere, waldartige Bestände unter Druck.


    Krankheiten, Überalterung und Klimaveränderungen setzen ihnen zu. Besonders betroffen ist der Bereich an der Memminger Straße nahe dem evangelischen Friedhof, wo es bereits zu Totholzbrüchen mit Sachschaden kam. Bei einem Waldumbau, den die Verwaltung durchführen möchte, sollen geschwächte und abgängige Bäume entnommen und neue Baumarten gepflanzt werden. Langfristig soll ein widerstandsfähiger Mischbestand entstehen.

    Die Arbeiten an der Memminger Straße sind für Ende 2026 vorgesehen. Im Bauausschuss wird diese Vorgehensweise nicht uneingeschränkt geteilt. Dort wird eine andere Variante bevorzugt: Der Bestand soll möglichst erhalten bleiben und nur mit maßvollen, gezielten Eingriffen gepflegt werden. Damit soll auch das wichtige Stadtgrün als Klimafaktor möglichst umfassend erhalten bleiben.

    Die Diskussion zeigt den Zielkonflikt: Klimaanpassung, ökologische Qualität,
    Hangsicherung und Verkehrssicherheit müssen gegeneinander abgewogen werden. Für uns Freie Wähler ist klar, Bäume werden gerade in Zeiten zunehmender Hitze für die Lebensqualität in der Stadt immer wichtiger.

    Freie Wähler Biberach 2024


    ✉ grbc@kimmich-bc.de

  • Fehlende Nachfrage – verändertes Angebot

    Die Stadt Biberach sah den Trend in der ganzen Republik hin zu Tiny-Häusern, und das Konzept ist ja auch wirklich beeindruckend.

    Menschen müssen einen nicht gar so großen Kredit aufnehmen um ein eigenes Heim zu erstehen, entsagen dem vielen Konsum und richten sich ihr Leben sehr kompakt, nachhaltig  und durchdacht in kleinsten Häusern ein (in a tiny house) und wollen meistens bewußt gar nicht mehr viel ihr eigen nennen.

    Im Baugebiet Taubenplätzle II wurden vier Bauplätze explizit für Tiny Houses mit Pachtvertrag angeboten. Nur war die Nachfrage danach sehr übersichtlich –  auch aufgrund der schwierigeren Finanzierung bei Pachtverträgen durch die Banken – und nicht unbedingt zur Eigennutzung vorgesehen.

    Die Verwaltung reagierte sehr pragmatisch und da der Bebauungsplan es hergibt, können nun Bauplätze für kleine, sehr kompakte, auch barrierefreie Einfamilienhäuser angeboten werden.

    So kann eine größere Zielgruppe angesprochen werden. Im Herbst soll dann der Kaufpreis beschlossen werden, so dass es noch in diesem Jahr zur Ausschreibung kommen kann.

    Wir FW sind über diese schnelle und pragmatische Alternativlösung sehr froh.

    Freie Wähler Biberach 2024


    ✉ karen.deibler@stadtrat-biberach.de

  • Förderung des Free-Flow-Festivals

    Die Freien Wähler Biberach unterstützen die erneute Förderung des Vereins KulturStröme e.V. im Jahr 2026. Der vom Amt für Bildung und Kultur vorgeschlagene Zuschuss von 38.000 € ist notwendig, um die erfolgreiche Jugendkulturarbeit des Vereins zu sichern.

    Der Jahresbericht 2025 zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung KulturStröme für die Stadt hat. Formate wie Bandcontest, Proud & Loud, Schützen‑Warm‑up, Schützen‑Rave und der starke Beitrag zum Free Flow Festival beleben die Jugendkultur spürbar und schaffen wichtige Räume für junge Menschen.

    Das Engagement der vielen Ehrenamtlichen verdient besondere Anerkennung. Das Free Flow Festival bleibt ein kulturelles Highlight:

    Rund 11.000 Besucher wurden 2025 gezählt. Der positive Abschluss des Jahres war jedoch durch Sondereffekte geprägt – etwa die krankheitsbedingte Absage eines Main Acts, den günstigen „Zartmann‑Effekt“ und außergewöhnlich gutes Wetter. Diese Faktoren lassen sich 2026 nicht wiederholen.

    Die Finanzplanung zeigt ohne städtische Unterstützung ein Defizit von 38.474 €. Für die Freien Wähler ist klar: KulturStröme ist ein zentraler Motor der jungen Kulturszene. Der Zuschuss von 38.000 € sichert Liquidität, Abwicklung und Risikoabsicherung – und stärkt die Jugendkultur in unserer Stadt.

    Alfred Billwiller
    Freie Wähler Biberach 2024


    ✉ Alfred.Billwiller@billwiller.de

  • Bahnhaltepunkt Biberach Süd

    Der marode Fußgängersteg am Bahnhaltepunkt Süd beschäftigt die Fraktionen im Gemeinderat immer wieder aufs Neue. Nun soll er im Jahr 2027 für rund 690.000 € nochmals instandgesetzt werden.

    Die Arbeiten sind während der Sperrung der Südbahn vom 14. Mai bis 9. Juli 2027
    geplant und sichern die Nutzung des Haltepunkts bis Ende 2030. Die DB übernimmt zwar die Kosten, die Stadt Biberach muss die Summe von 690.000 € jedoch vorfinanzieren.

    Hintergrund sind jahrelange Verzögerungen bei der DB. Bereits seit 2018 ist der schlechte Zustand des Stegs bekannt. Ein Gutachten aus dem Jahr 2024 empfahl den Abriss spätestens Ende 2025.

    Ein geplanter Ersatzsteg scheiterte jedoch, weil die Bahn erst im August 2025 mitteilte, dass hierfür ein mehrjähriges Genehmigungsverfahren erforderlich sei. Ohne Verbindung zwischen den Bahnsteigen wären erhebliche Einschränkungen für Schulen, Unternehmen und Fahrgäste entstanden.

    Erst durch einen Notabbruch der Aufzugstürme Ende 2025 konnte die Standzeit
    des Stegs bis Ende 2027 verlängert werden. Die endgültige Lösung lässt weiter auf sich warten. Den Neubau einer Personenüberführung plant die Deutsche Bahn frühestens ab 2031. Bis dahin muss die Stadt die Übergangslösung organisieren und finanzieren, wenn auch nur vorübergehend.

    Wir Freien Wähler hoffen, dass die DB wirklich 2031 mit dem Bau des neuen
    Stegs beginnt und nicht doch noch ein teurer Schienenersatzverkehr über längere Zeit eingerichtet werden muss.

    Freie Wähler Biberach 2024


    ✉ grbc@kimmich-bc.de

  • Premiere Schützentheater 2026

    Salam. Der Auftakt zum Schützenfest 2026 ist hervorragend gelungen. Wieder einmal hat uns das Schützentheater-Team mit einer perfekten Premiere überrascht.

    Mit „Aladin und die Wunderlampe“ wurde das Publikum in die märchenhafte Welt aus 1001 Nacht entführt und verzaubert. Yvonne von Borstel-Harwor ist es erneut gelungen ein perfektes Stück auf die Bühne zu bringen. Mit Spielwitz, Elan und sicherem Auftreten haben die jungen Spieler ihr erlerntes Repertoire gezeigt.

    Auch die Tanzeinlagen waren perfekt einstudiert und sehr gut präsentiert.
    Das gesamte Bühnenbild, die Kostüme und die gut abgestimmte, flotte Musik von Andreas Winter runden das Gesamtbild ab. Insgesamt war es ein sehr harmonisches und kurzweiliges Theatererlebnis mit großartigen Spielern in den Haupt- und Nebenrollen und ausdrucksstarken Tanzeinlagen.

    Es ist immer wieder erstaunlich wie hier über 200 Kinder und Jugendliche an
    einem Strang ziehen mit dem Ziel uns alle zu begeistern.
    In diesem Jahr ist Ivonne von Borstel-Harwor noch einmal als Theaterleitung am Start, uns freut es, dass sich aus dem Kreis ehemaliger Theaterspieler zwei gefunden haben, die in ihre Fußstapfen treten werden. Mit Carolin Bock und Tom Talaj konnte man hier engagierte, junge Biberacher gewinnen, um die Erfolgsstory des Biberacher Schützentheaters fortzuführen.


    Wir Freien Wähler wünschen dem gesamten Schützentheaterteam eine erfolgreiche Spielzeit und uns allen a scheene Schütza 2026. Salam.

    Freie Wähler Biberach 2024


    ✉ grbc@kimmich-bc.de

  • Kindertageseinrichtungen

    Biberach ist bei der Kinderbetreuung gut aufgestellt. Die aktuelle Bedarfsplanung zeigt: Die Plätze reichen aus, viele Familien erhalten sogar ihren Wunschstandort. Das ist erfreulich und Ergebnis vorausschauender Planung. Zugleich bleibt klar, Kinderbetreuung muss laufend an veränderte Bedarfe angepasst werden. Sinkende Geburtenzahlen, andere Betreuungszeiten und neue Einrichtungen verlangen immer wieder neue Entscheidungen.

    Der Neubau in der Rindenmooser Straße schafft zusätzliche Möglichkeiten. Vor diesem Hintergrund ist auch die geplante Schließung des Kindergartens Am Wolfgangsberg nachvollziehbar. Entscheidend ist für uns, dass Eltern verlässliche Angebote erhalten und die Stadt ihre Ressourcen verantwortungsvoll einsetzt. Nicht jede Einrichtung muss jedes Angebot vorhalten; wichtig ist ein tragfähiges Gesamtkonzept für alle Stadtteile.

    Positiv ist, dass für das Kita-Jahr 2026/27 alle Stellen besetzt werden konnten – auch dank eigener Ausbildung. Der Fachkräftemangel bleibt dennoch eine große Aufgabe. Gute frühkindliche Bildung braucht ausreichend Personal, Sprachförderung, Fachberatung und attraktive Arbeitsbedingungen. Die Bündelung von Ganztagesangeboten und die Reduzierung verplanter Urlaubstage sind richtige Schritte. Sie stärken Planungssicherheit und eine gute Qualität. Für uns gilt: Familien brauchen Verlässlichkeit, Kinder gute Förderung und Mitarbeitende attraktive Rahmenbedingungen.


    ✉ steffietzinger@gmx.de