Bericht aus der BiKo – KW 38/2026
Der Sommer 2026 hat auch in Biberach gezeigt, dass Hitze längst nicht mehr nur ein kurzfristiges Sommervergnügen ist, sondern zunehmend zu einer Frage von Gesundheit, Wasserversorgung, Landwirtschaft und Stadtplanung wird. Auf diese Aufgabe wird sich Biberach und die Teilorte in Zukunft noch stärker einstellen müssen.
Um kurzfristig auf eine Hitzewelle reagieren zu können, empfiehlt sich, einen kommunalen Hitzeaktionsplan zu erstellen, der klare Warnstufen angibt und welche Maßnahmen zu treffen sind. Dies wären zum Beispiel das Zugängig machen von klimatisierten Räumen, zusätzliche Trinkwasserbrunnen und kostenlose Trinkmöglichkeiten anzubieten, aber auch Pflegeheime und Kitas mit verbindlichen Hitzeplänen auszustatten. Eine schnelle Beschattung von großen Plätzen mittels Sonnensegel oder großen Sonnenschirmen wäre eine temporär umsetzbare Lösung.
Mittelfristig muss überlegt werden, wie die Innenstatt weiter begrünt werden kann und das Wasser ins Erdreich gelangt, um nicht über die Kanalisation verloren zu gehen. So könnte man beispielsweise Plätze auch mit versickerungsfähigem Pflaster belegen, sowie am Marktplatz die Ränder des Stadtbachs teilweise entsiegeln und bepflanzen. Schmale Pflanzkübel mit Rankhilfen für Kletterpflanzen könnten Ersatz bilden, falls eine Fassadenbegrünung nicht möglich wäre.
Für uns Freie Wähler ist vor allem wichtig, dass uns in Biberach die Klimaanpassung nicht nur kurzfristig, sondern auch auf lange Sicht gelingt.

Kontakt:
Claudia Reisch
Gemeinderat
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