Autor: Thomas Kimmich

  • Heißer Sommer setzt Biberacher Wäldern zu

    Trockenheit, Stürme und Borkenkäfer machen den Wäldern zu schaffen. Bei einem Waldbegang informierten Forstamtsleiterin Frauke Holland und ihr junges Team die Mitglieder
    des Gemeinderats über die aktuellen Probleme und Chancen.
    Besonders die Hitze und fehlender Regen setzen den Bäumen zu. Die Trockenheit schädigt das Feinwurzelwerk, das für die Wasseraufnahme wichtig ist. Ohne ausreichend Regen,
    werden die Bäume anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Gleichzeitig sorgt der Klimawandel dafür, dass sich die Bedingungen im Wald dauerhaft verändern.


    Auch die Folgen vergangener Stürme sind noch sichtbar. Ein Sturm im Februar 2024 hatte rund 90 Jahre alte Fichten umgeworfen. Etwa 36.000 Festmeter Holz mussten aufgearbeitet werden. Auf dieser Fläche findet nun ein Umbau des Waldes statt. Es soll ein widerstandsfähiger Mischwald entstehen.

    Dazu wurden neben der Naturverjüngung der Fichten noch zusätzlich rund 6200 Pflanzen gesetzt, darunter Vogelkirsche, Kiefer, Birke, Pappel, Eberesche und Ahorn. Durch rechtzeitige Eingriffe der Forstwirte sollen kräftige Bäume genug Platz
    bekommen, um sich gut zu entwickeln und fit für die Zukunft zu werden.


    Im Wald wird auch Inventur betrieben. Dazu wurden schon vor über 40 Jahren Metallrohre in die Erde geschlagen und mit GPS vermessen. Diese werden alle 10 Jahre gesucht und in
    einem festen Radius erfasst man alle Bäume. Dadurch kann genau festgestellt werden, wie sich der rund 1100 Hektar große Biberacher Wald entwickelt.

    Wir Freien Wähler wünschen Frau Holland und ihrem Team weiterhin ein gutes Händchen für unseren Wald, vor allem auch das dringend benötigte Nass von oben und bedanken uns nochmals herzlich für die interessante Führung.

    Freie Wähler Biberach 2024


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  • Biberach stellt Weichen für die Zukunft der Nahwärme

    Die Stadt Biberach will ihre Nahwärmeversorgung neu aufstellen und dafür einen strategischen Partner suchen. Ziel ist die Gründung einer mehrheitlich kommunalen Wärmegesellschaft, die künftig Planung, Bau, Betrieb und Vertrieb des Netzes übernimmt.


    Hintergrund ist eine Masterplanung, die den möglichen Ausbau des Nahwärmenetzes untersucht hat. Ein vollständiger Ausbau könnte Investitionen von rund 104 Millionen Euro erfordern. Die Wirtschaftlichkeit hängt stark von der Anschlussquote und der künftigen Förderung ab.

    Derzeit werden Wärmenetze mit bis zu 40 Prozent gefördert. Auch die geplanten
    Wärmequellen – insbesondere Tiefengeothermie und Flusswasserwärme – müssen noch genauer untersucht werden.


    Vorrang hat die Sicherung des bestehenden Wärmenetzes. Eine neue 1,8-Megawatt-Heizzentrale im Sennhof soll zusätzliche Kapazitäten schaffen. Zudem soll der Pelletkessel des Wieland-Gymnasiums ins Netz eingebunden werden. Auf die geplante Mitverlegung einer Nahwärmeleitung bei der Umgestaltung der Riedlinger Straße wird verzichtet. Die Masterplanung sieht dort keine ausreichende Wirtschaftlichkeit. Eine alternative Trasse für Biberach-West soll später geprüft werden.


    Eine Grundsatzentscheidung über den vollständigen Netzausbau soll erst fallen, wenn Betreiberstruktur, Wärmequellen und Wirtschaftlichkeit belastbarer geklärt sind. Das wichtigste Ziel für uns Freie Wähler ist eine sichere, bezahlbare und möglichst regenerative Wärmeversorgung.

    Freie Wähler Biberach 2024


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  • Bäume in der Stadt: Zwischen Klimaschutz und Sicherheit

    Bäume und innerörtliche Waldflächen sind für das Stadtklima von großer Bedeutung. Mit Blick auf häufiger werdende Hitzeperioden gewinnen große, gewachsene Baumbestände weiter an Bedeutung. Gleichzeitig müssen an steilen Hängen die Verkehrssicherheit und die Stabilität des Bodens gewährleistet werden. In Biberach stehen mehrere, waldartige Bestände unter Druck.


    Krankheiten, Überalterung und Klimaveränderungen setzen ihnen zu. Besonders betroffen ist der Bereich an der Memminger Straße nahe dem evangelischen Friedhof, wo es bereits zu Totholzbrüchen mit Sachschaden kam. Bei einem Waldumbau, den die Verwaltung durchführen möchte, sollen geschwächte und abgängige Bäume entnommen und neue Baumarten gepflanzt werden. Langfristig soll ein widerstandsfähiger Mischbestand entstehen.

    Die Arbeiten an der Memminger Straße sind für Ende 2026 vorgesehen. Im Bauausschuss wird diese Vorgehensweise nicht uneingeschränkt geteilt. Dort wird eine andere Variante bevorzugt: Der Bestand soll möglichst erhalten bleiben und nur mit maßvollen, gezielten Eingriffen gepflegt werden. Damit soll auch das wichtige Stadtgrün als Klimafaktor möglichst umfassend erhalten bleiben.

    Die Diskussion zeigt den Zielkonflikt: Klimaanpassung, ökologische Qualität,
    Hangsicherung und Verkehrssicherheit müssen gegeneinander abgewogen werden. Für uns Freie Wähler ist klar, Bäume werden gerade in Zeiten zunehmender Hitze für die Lebensqualität in der Stadt immer wichtiger.

    Freie Wähler Biberach 2024


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